Traurituale, symbolische Handlungen und Aktionen

Ein Ritual oder eine Aktion in die freie Trauung mit einzubeziehen, ist eine schöne Erinnerung für die Ewigkeit!

Es gibt so wahnsinnig viele verschiedene Möglichkeiten und Ideen, um Rituale mit in die freie Trauzeremonie einzubinden. Am schönsten ist es, wenn das Ritual auf Euch abgestimmt ist. Das heißt, dass sich vielleicht Euer gemeinsames Hobby oder eine Leidenschaft wiederfindet.

Ihr geht beide gerne klettern? Dann könnten während der Trauung Eure gemeinsamen Erinnerungen, symbolisch an etwas festgekettet werden oder es wird während des Eheversprechen ein Kletterseil um Eure Hände gelegt und der Unendlichkeitsknoten damit geknüpft. 

Ich habe Euch unten ein paar "Standard-Rituale" aufgelistet, die Ihr gemeinsam mit Eurem freien Redner/in bzw. wir auf Euch anpassen können. Ihr könnt für die Trauzeremonie auch mehrere symbolische Handlungen miteinbauen lassen. 
Dennoch gilt: "Weniger ist manchmal mehr!" ;)

Und es muss  nicht immer ausgefallen sein, sondern kann auch schlicht gehalten werden. Wichtig ist, dass es so wird, wie Ihr es Euch wünscht und vorgestellt habt. Dann wird es perfekt!

Traukerze / Hochzeitskerze

Ein Hochzeitsbrauch mit einer langen Tradition

Die Hochzeitskerze während der Trauzeremonie ist ein Hochzeitsbrauch mit einer langen Tradition. Die gibt es schon viele Jahre und führt bis ins Mittelalter zurück. Der Brauch sagt, dass sie böse Geister durch den Schein der Kerze vertrieben und aus der Ehe ferngehalten werden sollen. Die Gebete, Glück und Segen des Brautpaars sollten dem Himmel näher gebracht werden und die Kerze soll als ein Symbol der Liebe, Helligkeit und Wärme dienen. Bei besonderen Anlässen im Laufe eines Ehelebens, soll das Brautpaar die Traukerze entflammen. Wie z.B. an deren Hochzeitstag, bei einen Streit zur Versöhnung oder auch bei freudigen Tagen. 

Dieser Brauch ist überwiegend in den katholischen, aber auch evangelischen Kirchen vertreten. Dennoch findet die Tradition auch heute bei einer freien Trauung seinen Platz. Das kann auf altmodische oder auch moderne Weise geschehen.

Hier entzündet Ihr als Brautpaar entweder alleine die Kerze oder es können auch alternativ Eure Trauzeugen oder Eltern mit einbezogen werden. Eine andere Variante ist, dass bei einer kleineren Hochzeitsgesellschaft alle eine Stabkerze bekommen. Es wird von Gast zu Gast die Flamme weitergeben, bis sie Euch vorne erreicht und Ihr die Hochzeitskerze dann zusammen anzünden könnt. Zusätzlich entsteht ein wundervolles Bild durch das so entstandene „Lichtermeer“.  

Schön ist an dieser Stelle auch ein Wortbeitrag durch die Liebsten. Oft tragen die Mamas oder Trauzeugen an dieser Stelle, ein Gedicht vor oder geben dem Brautpaar ein paar Worte oder Wünsche mit auf den Weg.

Bespieltext: Gedicht von Hanns Ketelhut (1972):

Die Hochzeitskerze spricht

Ich habe es gesehen,
meine kleine Flamme war dabei
als ihr die Hände ineinander gelegt
und euer Herz verschenkt habt.
 
Ich werde es sehen,
meine kleine Flamme ist dabei,
wenn ihr die Hände ineinander legt
und euer Herz verschenkt.
 
Ich bin mehr als bloß eine Kerze,
ich bin ein stummer Zeuge
im Hause eurer Liebe
und wohne weiterhin bei euch.
 
An Tagen, da die Sonne scheint,
braucht ihr mich nicht anzuzünden.
Aber wenn ihr vor Freude außer euch seid,
oder ein anderer schöner Stern
am Horizont eures Lebens erscheint,
dann zündet mich an.
Zündet mich an, wenn es dunkel wird,
wenn in eurer Liebe Sturm einbricht,
wenn der erste Streit da ist,
wenn ihr lautlos unter etwas leidet,
dann zündet mich an.
 
Zündet mich an,
wenn der erste Schritt getan werden muss,
und ihr wisst nicht wie,
wenn eine Aussprache notwendig ist,
aber ihr findet keine Worte,
wenn ihr euch umarmen möchtet,
aber die Hände sind wie gelähmt,
dann zündet mich an.
 
Mein kleines Licht ist für euch
Ein deutliches Zeichen.
Es spricht seine eigene Sprache,
die jeder versteht.
 
Ich bin eure Hochzeitskerze.
Ich hab euch beide gern.
Lasst mich brennen, solange es nötig ist,
bis ihr mich Wange an Wange ausblasen könnt.

Dann sage ich dankbar: Bis zum nächsten Mal.

Persönliches Eheversprechen versiegeln

Mit Siegelwachs und Siegelstempel - Eure gegenseitigen Versprechen festhalten!

Sich wähend der Trauzeremonie gegenseitig ein persönliches Eheversprechen vorzutragen, ist etwas ganz besonderes. Es ist einfach einer der Höhepunkte und es ist definitiv der emotionalste Teil in der Trauung. Falls Ihr Euch das nicht zutraut,  dann fragt doch einfach Euren freien Trauredner/in. Dieser übernimmt den Part oder Ihr legt das Versprechen in einen Umschlag und lest es Euch vielleicht zum 1. Hochzeitstag vor.

Es gibt die unterschiedlichsten Formen das Eheversprechen auf Papier zu bringen. Fragt mich gerne und ich helfe Euch!

Ringwarming

Ringe wandern lassen

Diese Tradition hat einen keltischen Ursprung, genauso wie das Handfasting. Hier werden beide Ringe gemeinsam von der letzten Sitzreihe langsam über eine Kordel nach vorne wandern gelassen oder bei großen Hochzeitsgesellschaften auch getrennt voneinander, aus den einzelnen Sitzblöcken. Jeder Gast hat die Möglichkeit sich die Ringe in Ruhe anzuschauen und im Stillen Wünsche an das Brautpaar zu übergeben. Bei kleineren Hochzeitsgesellschaften bietet es sich auch an, die Wünsche laut vorzutragen.

Sind die Eheringe vorne angekommen, können zum Beispiel die Trauzeugen oder auch Kinder, die letzten sein und die Ringe zum Ringtausch überreichen. 

Das Ringwarming kann auch super mit dem Handfasting kombiniert werden! Falls Ihr Euch für eine Wikingerhochzeit entscheidet oder zumindest einen "Hauch" daraus wünscht, darf es fast nicht fehlen. ;)

Sandritual

Eine Sandzeremonie ist sehr Vielfältig...

Mit verschieden farbigen Sand wird hier die Vereinigung des Brautpaares gemeinsam in eine Vase gefüllt. Ebenso können dabei die Kinder, Trauzeugen oder Gäste mit einbezogen werden. Die verschiedenen Farben des Sandes, symbolisieren dann die jeweiligen Personen.

So wie die Sandkörnchen sich miteinander verbinden, vermischen und ineinander fließen, so wird auch das Paar - die Familie, fest miteinander verwachsen sein.

Um Euer entstandenes Muster für immer festzuhalten, wird natürlich das richtige Gefäß benötigt. Hier habt Ihr die Wahl zwischen Vase, Glasstein oder einem Bilderahmen.

Vielleicht möchtet Ihr ja auch Eure Hochzeitskerze mit Kerzensand erstellen? Ich finde das ist eine schöne moderne symbolische Handlung.

Steinritual

Glückwünsche für die Ewigkeit

Jeder Gast hat die Möglichkeit auf einen Stein Wünsche für das Paar festzuhalten. Dies kann schon vorab (Einladung) organisiert werden oder die Steine können auch mit Stiften auf den Stühlen vorbereitet liegen. Eine schöne Möglichkeit, um alle Gäste mit in die Zeremonie einzubinden, ohne dass jemand etwas sagen muss. Die Wünsche können natürlich auch bei einer kleinen Gesellschaft laut vorgelesen werden. Hier kann jeder Gast dabei nach vorne kommen und eine Art Schutzkreis um das Brautpaar legen. 

Es bieten sich für dieses Trauritual auch andere Materialien an, wie Holzscheiben, Muschel, Schieferplatten oder Postkarten. Damit alle Steine bzw. Materialien zusammen bleiben, empfehle ich eine schöne Holzkiste, Truhe oder dicke Glasvase. 

Falls die Trauung am Wasser stattfindet, könnten die Steine auch im Wasser versenkt werden, was dann die Erfüllung der Wünsche symbolisiert. Eine Alternative ist es, die Steine hinterher mit nach Hause zu nehmen um dann damit den Garten zu schmücken. Vielleicht fehlt Euch auch noch ein bisschen Tischdeko bei der Hochzeitsfeier? Dann lasst doch einfach die Gäste Ihre Steine mit zu Ihrem Sitzplatz bei der Hochzeitsfeier nehmen. ;)

Handfasting

Verbindungen schaffen

Ob Kordel, Seemannstau, Kletterseil, Makramee oder Seidenbänder. Der Hochzeitsbrauch mit dem Handfasting ist ein wunderbares Trauritual. So wird eine ganz besondere Verbindung geschaffen! 

Während der Trauzeremonie bzw. dem Eheversprechen, wird eine 8 als Unendlichkeitssymbol gelegt. Dieses kann auch super durch Bänder mit unterschiedlichen Farben geschehen. Jede Farbe steht dann für ein Highlight Eurer Beziehung. Ebenso können sich daran Eure Liebsten mit beteiligen. Auch Sie legen ein Band um Eure Hände, welches an etwas gemeinsames erinnern soll. Schön ist es auch, wenn das Bandende einen Charms-Anhänger bekommt, wo das jeweilige Symbol die Erinnerung noch mehr hervorhebt.

Schwiegerelternbrot

Durch das Teilen, ein Teil der Familie werden

Die Eltern teilen sich ein Stück Brot mit dem jeweiligen neuen Schwiegerkind, um es in der neuen Familie willkommen zu heißen. Sehr schöne Idee, da die Schwiegereltern ja mit geheiratet werden!

Bäumchen im Topf pflanzen

Der Hochzeitsbaum

Ein Bäumchen wird symbolisch während der Trauzeremonie gepflanzt und sollte dann an einem besonderen Ort in die Erde gesetzt werden. Hier kann sich die Hochzeitsgesellschaft sehr gut dran beteiligen, da jeder aus seinem Garten Erde mitbringen kann und so einen Teil der „Nährstoffe“ beisteuert. Gemeinsam sähen die ausgewählten Personen die Samen. Das Brautpaar gießt dann zum Schluss das Pflänzchen um es zum Leben zu erwecken.

Beliebte Hochzeitsbäume und ihre Bedeutung sind beispielsweise:

  • die Eberesche für ein langes Leben
  • Weiden für ein ruhiges, schönes Leben ohne Eifersuchtsdramen
  • Eichen stehen für Beständigkeit und Stärke
  • Birken, die jeden Angriff auf die Ehe abwehren können
  • Haselsträucher, die für Weisheit und Wahrheit stehen 

Das Rezept für eine gute Ehe

Kochbuch sammeln - Cocktail mixen - Gwürz erstellen

Die Gäste schreiben auf Zettel „Ihr Rezept für eine gute Ehe“. Jeder Gast legt während der Zeremonie sein Rezept in einen Kochtopf. Später kann daraus ein Buch zusammengestellt werden.

Ihr trinkt gerne Cocktails oder habt Euch vielleicht bei einem kennengelernt? Wie wäre es dann mit Eurem ganz persönlichen Hochzeitsdrink? Mit diesem könntet Ihr zur Eheschließung anstoßen oder dabei genüsslich die Trauzeremonie genießen! ;)

Das Kochen ist eine gemeinsame Leidenschaft? Dann könnte eine Gewürzmischung, aus den mitgebrachten Zutaten der Gäste, genau das Richtige sein. Gemeinsam mit Eurer Lieblingszutat imTopf entsteht dann Rub oder vielleicht auch ein Gastgeschenk.

Jengasteine als Gästebuch

So wird kein Spieleabend mehr langweilig ;)

Ihr seid leidenschaftliche Gesellschaftsspieler. Dann könnten die Jengasteine, mit einem Wunsch oder einem Wort der Erinnerung/Verbindung genau das richtige sein. Schon im Vorfeld könnt Ihr als Brautpaar je einen Stein gestalten, die dann als Grundsteine für Euren Jengaturm stehen. Während oder nach der Trauzeremonie können sich, noch die Gäste an der Aktion beteiligen. Sie sind dann ein Teil Eures gemeinschaftliches Bauwerks.

Vielelicht ist das auch eine gute Chance für die Trauzeugen und Familienmitglieder, um einen Wortbeitrag zu leisten. 

 

Individuelle freie Traureden und Hochzeitsplanung für den Kreis Soest, Sauerland, Münsterland, Ruhrgebiet, deutschlandweit und auch an den Stränden der Niederlande.
Lilian & Adam
Webdesign by Makro-Media
Fotos by Janina Wegner & Tina Falke-Maucher

Soest | Sauerland | NRW | Deutschland

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